Bild der Woche


Delphine Chapuis Schmitz für Catch of the year 2011 am Dienstgebäude, Zürich

Nach einer langen Pause ist es wieder zurück: BILD DER WOCHE wird dieses Jahr einmal wöchentlich ein Bild vorstellen, sei es Malerei, Skulptur, Photographie, Video, Installation, etc. aus einer beliebigen Epoche. Die Idee entstand, weil lesfilsrouges die wichtigsten Werke vorstellen wollte, die wichtig für den Bachelor in Kunstgeschichte waren, die uns aber in erster Linie aus irgendeinem Grund ansprechen, gefallen, bewegen. Mit der Zeit wurde die Auswahl an Werken immer breiter. So stellt lesfilsrouges auch Zeitgenössiche Künstler (aus der Umgebung) vor.

Lange wusste ich nicht, mit welchem Bild ich anfangen soll. Was soll gezeigt werden? Was könnte interessieren oder gefallen? Als ich auf dieses Werk stiess, wusste ich, mit welchem Kunstwerk BILD DER WOCHE das Jahr anfangen wird.

 

JE N’AI RIEN A MONTRER

Es handelt sich um ein Kunstwerk von Delphine Chapuis Schmitz. Ich lernte die Künstlerin in Fribourg kennen, als sie in der Galerie PAH-Project ausstellte. Es handelte sich jedoch um ein anderes Werk, als man hier sehen kann. Sie arbeitet mit dem Raum! Das war die erste Information, die ich über ihre Arbeitsweise erhielt. Noch bevor ich das Kunstwerk sah bzw. in den Ausstelungsraum/Installation eintrat, wusste ich gar nicht, was ich mir unter ihrem Werk vorstellen sollte. Meine Erwartungen waren hoch- wurde aber nicht enttäuscht! Ich befand mich plötzlich im Kunstwerk: umgeben von einem Vorhang. Es war ein Vorhang wie im Theater, ein dicker, schwer fallender Stoff, aus grau-beiger Farbe, mit weissem Licht aus zwei Neons. Kennt ihr dieses Lynch-ige Gefühl? Genauso fühlt es sich an!! Eine kalte, aber doch irgendwie warme Atmosphäre. Ein Gefühl, das in zwei Extremen und Kontrasten zieht. Man meint, dass man auf etwas wartet, als ob die Vorhänge in der nächsten Sekunde aufgehen würden; vielleicht um ein Spektakel zu eröffnen? Doch nichts geschieht. Man ist auf sich selbst überlassen und mit der Erfahrung der Raumempfindung – umgeben von Vorhängen. Und so fängt man an, über das Kunstwerk nachzudenken und über die Wahrnehmung des Kunstwerks. Ich kann euch nur bestens empfehlen nach Zürich zu fahren, und ihr Werk zu entdecken. Ihr werdet nicht enttäuscht sein! Die Ausstellung ist nur noch bis Samstag, 07. Januar 2012 zu sehen.

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