Bild der Woche


Mika Rottenberg, Photo von der Videoinstallation “Squeeze” von 2010.

Die im Jahre 1977 in Argentinien geborene Künstlerin/Bildhauerin/Videastin Mika Rottenberg wuchs in Israel auf, wo sie auch Kunst studiertet hat. Mit 20 zog sie nach New York, um in einer grösseren Künstlergemeinde leben zu können. Sie schloss ihr Studium in der Columbia University ab und besuchte die School of Visual Arts in New York, wo sie bereits als ein grosses Talent wahrgenommen wurde. Das “New York Magazine” erklärte sie bereits 2006 zu einer der grössten Talente der Stadt und gilt als Liebling von Kuratoren und Kritikern. Im März eröffnet ihre erste grosse Einzelausstellung im Kunstzentrum De Appel in Amsterdam.
Im Artikel der Märzausgabe des
art Magazines beschreibt Claudia Bodin Rottenbergs Werk sehr präzise: “Mika Rottenbergs Filme will jeder sehen. Sie inszenieren die Weltlage als absurdes Theater, voller Witz und bitterem Ernst. […] Auch wenn Videos ihre Arbeiten dominieren, versteht sich Rottenberg in erster Linie als Bildhauerin. Als Sets für ihre Filme baut sie bedrückend enge Räumlichkeiten, in denen Arbeiterinnen stupide und vor allem völlig sinnlose Tätigkeiten verrichten, um ebenso unsinnige Produkte zu fertigen. Das Leben als absurder Kreislauf von monotonen Abläufen. Männer spielen in Rottenbergs Fabriken keine Rolle. Sie findet den weiblichen Körper interessanter. In ihren Arbeiten lassen die Frauen ihre Körper ausbeuten wie eine Produktionsstätte. Sie arbeiten isoliert in einem System, die einem Bienenstock gleichen. Nur durch Schnüre oder Löcher sind sie in ihren Zellen miteinander verbunden. […] Sie habe “Das Kapital” von Karl Marx und seine Theorien zu Arbeit und Wertschöpfung gelesen, bevor sie ihre ersten Installationen fertigte, […]. Feminismus, Globalisierung, die Entfremdung der Menschen von der Natur, der Verlust der Menschlichkeit: Mika Rottenberg gelingt es, die Weltthemen in ihrer Arbeit zu vereinen – ohne dabei ihren skurrilen Sinn für Humor zu verlieren.”

Quelle
1. Bild
2. Art Magazin, März 2011, S. 38-43.

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