Bild der Woche

Correggio, Jupiter und Antiope, um 1524/25, Öl auf Leinwand, 188 x 125 cm, Paris, Musée National du Louvre

Dieses Mal, mit etwas Verspätung, möchte ich das drittte Bild der Woche präsentieren. Ich werde das Gemälde Correggios Jupiter und Antiope vorstellen. Das Bild wurde im ersten Viertel des 16. Jahrhundert gemalt und ist so schwerelos schön… Dargestellt sind Zeus, der sich in der Gestalt eines Satyrs der Antiope, Tochter des Nykteus, Regent von Theben[nach anderer Version ist Antiope die Tochter des Flussgottes Asopos], nähert. Daneben schläft Amor, der auf den bevorstehenden Liebesakt vorausdeutet. Correggios Komposition setzt, anstelle des klassischen Gleichgewichtes der Hochrenaissance, die Assymetrie und stellt die Figuren in äusserst komlexen Stellungen. Ein festes Bezugssystem binnen des Bildfeldes ensteht durch die parallelen Schrägen der Hauptpersonen. Der Farbgebrauch Correggios entwickelte sich in der Auseinandersetzung mit Leonardo und den venezianischen Malern des frühen 16. Jahrhunderts, insbesondere mit Giorgione. Der Künstler arbeitet ohne farbige Umrisse, sondern mit farbigen Modulationen, die in Verbindung mit dem Licht, den Figuren ein hohes Mass an Schwerelosigkeit geben. Wer das 188 x 125 cm grosse Gemälde sehen möchte, kann es im Musée National du Louvre bewundern gehn.


Quelle
1. Ingo F. Walther
(Hrsg.), Malerei der Welt, Band I., Von der Gotik zum Klassizismus, TASCHEN, Köln, 2005, S.174.
2. Bild

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